Zwei Männer im Büro bei der Arbeit, mit Notizbüchern auf einem Tisch.

Captains Corner – Wie Künstliche Intelligenz die Zukunft der Grouplink mitgestaltet

Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Technologietrend. Sie verändert, wie Unternehmen arbeiten, Entscheidungen treffen und wachsen. Gerade für eine Unternehmensgruppe wie Grouplink, die unterschiedliche Kompetenzen, Standorte und Strukturen miteinander verbindet, eröffnet KI neue Möglichkeiten Zusammenarbeit effizienter zu gestalten und Potenziale besser zu nutzen.

In diesem Beitrag spricht Matthias Thom, COO der Grouplink Gruppe, mit Dominik Büchsel, Innovationsarchitekt im Bereich Software-Engineering der Grouplink IT Solutions GmbH. Gemeinsam werfen sie einen Blick darauf, welche Rolle Künstliche Intelligenz heute schon innerhalb der Gruppe spielt, wie erste Projekte konkret aussehen und welchen Mehrwert sie für Kunden, Mitarbeitende und die Weiterentwicklung der Gruppe bietet.

Matthias Thom: „Hallo Dominik, du beschäftigst dich bei der Grouplink IT Solutions intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Welche Rolle hast du innerhalb des Unternehmens?“

Mann im Büro mit moderner KI-Technologie bei Grouplink.

Dominik Büchsel: „Hallo Matthias, ich verantworte bei der Grouplink IT Solutions die Stabsstelle Innovationsarchitektur im Bereich Softwareentwicklung.

Meine Aufgabe ist es im Kern, neue Technologien einzuordnen, zu bewerten und aktiv so weiterzuentwickeln, dass sie für uns und unsere Kunden echten Mehrwert liefern. Innovation spielt dabei eine zentrale Rolle. Entscheidend ist für mich, Technologien gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen, sodass sie nachhaltig wirken und langfristig sinnvoll in Prozesse, Lösungen und Entscheidungen integriert werden können.

Beim Thema Künstliche Intelligenz bewege ich mich bewusst auf unterschiedlichen Ebenen. Ich beschäftige mich mit technischen Fragestellungen rund um Architektur, Tools und Machbarkeit, berate aber gleichzeitig auch auf strategischer Ebene, wenn es darum geht, Potenziale, Risiken und konkrete Anwendungsfälle verständlich zu machen.

Ich verstehe mich dabei als Bindeglied zwischen Technologie und Business mit dem Ziel, komplexe Themen greifbar zu machen und in Lösungen zu übersetzen, die im Alltag wirklich funktionieren.“

Matthias Thom: „Grouplink wächst als Unternehmensgruppe mit unterschiedlichen Gesellschaften und Kompetenzen. Welche Rolle kann Künstliche Intelligenz aus deiner Sicht für die Weiterentwicklung der Gruppe spielen?“

Dominik Büchsel: „Künstliche Intelligenz kann aus meiner Sicht eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung der Grouplink spielen.

Gerade in einer wachsenden Unternehmensgruppe treten ganz automatisch unterschiedliche Systeme, Prozesse und gewachsene Strukturen aus. Genau hier kann KI helfen, Dinge besser zu verbinden, Daten zusammenzuführen und Zusammenhänge sichtbar zu machen, die sonst schwer erkennbar wären.

Das führt nicht nur zu mehr Effizienz, sondern auch zu besseren Entscheidungen auf einer fundierten Datengrundlage. Besonders spannend finde ich dabei, dass KI nicht nur ein Innovationsmotor für einzelne Disziplinen wie zum Beispiel die Softwareentwicklung ist. Sie lässt sich in nahezu allen Bereichen einsetzen, von internen Prozessen über Kundeninteraktionen bis hin zu strategischen Fragestellungen.

Ich sehe KI deshalb nicht als isoliertes Technologiethema, sondern als echten Enabler für Innovation in der gesamten Gruppe.“

Matthias Thom: „Ihr arbeitet bereits an ersten KI-Projekten. Kannst du uns einen Einblick geben, in welchen Bereichen ihr aktuell Lösungen entwickelt oder testet?“

Dominik Büchsel: „Wir haben inzwischen mehrere KI-Projekte umgesetzt und sammeln kontinuierlich weitere Erfahrungen.

Dabei ist uns wichtig, dass wir sehr praxisnah arbeiten. Es geht nicht um theoretische Experimente, sondern um Lösungen, die im Alltag einen konkreten Mehrwert bringen.

Ein Beispiel ist eine KI-gestützte Lösung, mit der wir verschiedene Datensilos und Systeme miteinander verbinden. Ziel ist es, Informationen zentral verfügbar zu machen und Prozesse effizienter zu gestalten. Gerade in komplexen Systemlandschaften ist das ein großer Hebel.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns aktuell intensiv mit internen Assistenzlösungen, die Mitarbeitende im Tagesgeschäft unterstützen. Dazu gehören unter anderem Anwendungen, die Inhalte zusammenfassen, strukturieren oder kontextbezogen bereitstellen – zum Beispiel bei der Arbeit mit Dokumentationen, Tickets oder Kundeninformationen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der automatisierten Verarbeitung und Auswertung von Daten, etwa um Muster zu erkennen, Entscheidungen vorzubereiten oder wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren. Das reicht von der Analyse von Betriebsdaten bis hin zur Unterstützung bei vertrieblichen Fragestellungen.

Auch im Bereich Softwareentwicklung setzen wir KI gezielt ein, beispielsweise zur Unterstützung bei der Code-Erstellung, Qualitätssicherung oder Dokumentation. Dadurch können wir Entwicklungsprozesse beschleunigen und gleichzeitig die Qualität erhöhen.

Immer wieder stellen wir fest, dass die Möglichkeiten sehr vielfältig sind. Jedes Projekt bringt neue Perspektiven mit sich und zeigt uns, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann.“

Matthias Thom: „Viele unserer Kunden kommen aus dem Mittelstand und beschäftigen sich gerade intensiv mit der Frage, wie sie KI sinnvoll einsetzen können. Wie können wir sie dabei konkret unterstützen?“

Dominik Büchsel: „Der Einstieg in das Thema KI ist heute deutlich einfacher geworden, als viele zunächst denken.

Häufig beginnen Gespräche mit einer sehr offenen Fragestellung und entwickeln sich dann relativ schnell in konkrete Richtungen, weil die Ideen oft direkt aus dem Unternehmen selbst kommen. Die besten Ansatzpunkte liegen meist dort, wo Prozesse oder Herausforderungen bereits bekannt sind.

Deshalb arbeiten wir oft mit kompakten Workshops, in denen wir gemeinsam ein Verständnis für die Technologie entwickeln und mögliche Anwendungsfelder identifizieren.

Unsere Rolle ist es dann, diese Ideen zu strukturieren, zu priorisieren und in realistische Projekte zu überführen. Dabei begleiten wir unsere Kunden ganzheitlich von der ersten Idee bis zur Umsetzung der KI-Lösungen.“

Matthias Thom: „Wenn es um KI geht, spielt neben Technologie auch Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Wie arbeitet ihr innerhalb der Gruppe zusammen, um dieses Thema voranzubringen?“

Dominik Büchsel: „Beim Thema KI begegnet mir häufig die Annahme, dass Technologie Zusammenarbeit ersetzt. In der Praxis erleben wir eher das Gegenteil.

Richtig eingesetzt kann KI Zusammenarbeit sogar verbessern, weil sie entlastet, strukturiert und Freiräume schafft. Dadurch bleibt mehr Zeit für Austausch, Abstimmung und gemeinsame Entscheidungen.

Innerhalb der Grouplink Gruppe ist genau dieser Austausch ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wir haben viele unterschiedliche Kompetenzen in der Gruppe und gerade bei einem so übergreifenden Thema wie KI ist es entscheidend, diese zusammenzubringen.

Wir tauschen uns regelmäßig aus, teilen Erfahrungen und entwickeln Lösungen bewusst gemeinsam weiter. So entsteht Wissen nicht isoliert, sondern wächst über die gesamte Gruppe hinweg.

Das „Wir“ entsteht nicht durch Gleichmacherei, sondern durch eine gemeinsame Klammer. Diese Klammer besteht aus klaren Prinzipien, gemeinsamen Zielen und einer transparenten Kommunikation. Und die Zugehörigkeit entsteht dort, wo Menschen erleben, dass sie Teil eines stabilen Rahmens sind und gleichzeitig ihre Identität behalten dürfen. Unsere Aufgabe in der Kommunikation ist es, genau diese verbindenden Elemente sichtbar zu machen: gemeinsame Projekte, gegenseitige Unterstützung, Erfolge, die nur im Verbund möglich waren.

Gruppenidentität ist für uns kein Marketingbegriff, sondern das Ergebnis gelebter Zusammenarbeit.“

Matthias Thom: „Und zum Schluss: Was fasziniert dich persönlich an Künstlicher Intelligenz und warum beschäftigst du dich so intensiv damit?“

Dominik Büchsel: „Da muss ich tatsächlich ein wenig ausholen. Auch wenn der Begriff „disruptive Technologie“ heute oft inflationär verwendet wird, passt er aus meiner Sicht beim Thema Künstliche Intelligenz sehr gut – vielleicht geht er sogar noch nicht weit genug.

Spannend ist dabei, dass KI an sich keine neue Erfindung ist. Der Begriff existiert seit vielen Jahrzehnten, und auch ein großer Teil der Grundlagenforschung liegt lange zurück.

Der entscheidende Unterschied ist, dass KI in den letzten drei bis vier Jahren enorm an Dynamik gewonnen hat und im Massenmarkt angekommen ist. Viele haben ihren ersten Aha-Moment erlebt, als sie zum ersten Mal mit Tools wie ChatGPT gearbeitet haben. Seitdem ist das Thema aus dem Alltag vieler Menschen und Unternehmen kaum noch wegzudenken.

Mich persönlich fasziniert vor allem das Potenzial im Bereich Automatisierung. Viele Vorhaben waren früher sehr aufwendig oder gar nicht umsetzbar. Moderne KI‑Systeme können heute mit vergleichsweise wenig Aufwand gute bis sehr gute Ergebnisse liefern und uns genau bei den Aufgaben unterstützen, die stark repetitiv sind und viel Zeit in Anspruch nehmen.

Auch die Diskussion um eine mögliche KI-Blase sehe ich eher gelassen. Ich vergleiche das oft mit der Dotcom-Blase. Damals gab es viel Hype und viele gescheiterte Geschäftsmodelle, das Internet selbst ist aber geblieben und heute selbstverständlich.

Ähnlich wird es aus meiner Sicht bei KI sein. Nicht jede Idee wird sich durchsetzen, aber die Technologie wird bleiben und sich weiter normalisieren. Genau dieser Übergang ist es, der mich reizt. Ich finde es spannend, daran mitzuwirken und dazu beizutragen, dass aus dem Hype langfristig sinnvolle und tragfähige Anwendungen entstehen.“